Dosis Wirkungs Beziehungen

Alle toxischen Wirkungen von Fremdstoffen sind relativ und von der Dosis abhängig. Allein die Dosis macht aus, ob ein Stoff giftig oder nicht. Dosis Wirkungs Beziehungen beschreiben den Zusammenhang zwischen aufgenommener Dosis und Ausmaß der toxischen Wirkung.

Bei der Erstellung von Dosis Wirkungs Beziehung spielen die Folgende grundlagende Annahmen eine bedeutende Rolle :

1. Der toxische Effekt ist auf eine WW mit einem biologischen Makromolekül (Rezeptor) zurückzufuhren.
2. Das Ausmaß der toxischen Wirkung verläuft proportional zur Konzentration des Stoffes am Rezeptor
3. Die Konzentration am Rezeptor ist proportional der Dosis

Rezeptortheorie und Dosis-Wirkungs-Beziehungen

Zur Analyse der toxikodynamischer Vorgänge erweitert man den Rezeptorbegriff auf andere biologische Makromoleküle (Proteine mit oder ohne enzymatische Aktivität, Lipide, DNA).

Zwei Arten der Interaktionen. Der chemische Stoff kann sowohl reversibel als auch irreversibel an den Rezeptor gebunden werden. Nach diesem Verhalten kann man zwischen Konzentrationsgiften (reversibel Bindung) und Summationsgiften (irreversibel Bindung) unterscheiden.

Bei Konzentrationsgiften ist die Bindung an den Rezeptor reversibel, nicht kovalent und abhängig von der Konzentration des toxischen Stoffes im Organismus. Mit zunehmender Besetzung des Rezeptors nimmt die Wirkungsstärke zu. Nach Ausscheidung des Stoffes geht die Wirkung auf null zurück. Die Interaktionen zwischen Stoff und Rezeptor beruhen auf elektrostatistischen WW. Bei Kg werden der Stoff oder seine Metabolite meist rasch wieder ausgeschieden oder entgiftet. Die maximale Rezeptor stellt sich innerhalb der Beobachtungszeit ein.

Bei Summationsgiften dagegen reagieren unter Bildung einer kovalenten Bindung mit dem Rezeptormolekül und bewirken eine irreversible Veränderung. Auch nach Ausscheidung des Stoffes aus dem Organismus kann die Wirkung bestehen bleiben



Quelle : Toxikologi. Spektrum. Wolfgang Dekant. 2.Auflage